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Newsletter Oktober 2025

Vernehmlassungen

Der Verbandsvorstand hat an seiner Sitzung vom 23. Oktober 2025 zu diesen Vorlagen Stellung genommen:

Alle Vorlagen können auch nach Ablauf der Vernehmlassungsfrist unter diesem Link eingesehen werden.

 

Neuaufnahme von Mitgliedern

Der Vorstand hat an seiner letzten Sitzung diese Kollegen neu in unseren Verband aufgenommen:

  • Raphael Keller, Gemeindeschreiber-Stellvertreter in Freienwil
  • Myriam Suter, Gemeindeschreiber-Stellvertreterin in Dottikon

Der Vorstand heisst die neuen Verbandsmitglieder herzlich willkommen und freut sich auf eine aktive Teilnahme am Verbandsgeschehen.

Mitgliedermutationen bitte melden

Bitte meldet Stellenwechsel, Pensionierungen, Änderungen bei den Personalien usw. an unseren Kollegen Stephan Kopp, Gemeindeschreiber in Biberstein. Für die Meldungen steht das Online-Formular auf unserer Website zur Verfügung.

 

Neuer praxisorientierter Leitfaden für die Einführung eines internen Kontrollsystems in Aargauer Gemeinden

Eine interdisziplinär zusammengesetzte Arbeitsgruppe erarbeitete für die Aargauer Gemeinden einen "Praxisorientierten Leitfaden zur effizienten Einführung eines internen Kontrollsystems IKS". In der Arbeitsgruppe wirkten die Präsidenten des Verbands Finanzfachleute Aargauer Gemeinden, Daniel Baumgartner, des Verbands Aargauer Gemeindeschreiberinnen und Gemeindeschreiber, Michael Widmer und Felix Tidow von der kantonalen Finanzaufsicht mit. Renato Sanvido von der Asago AG unterstützte die Arbeitsgruppe fachlich und bei der Projektabwicklung. Der Leitfaden ergänzt die bereits bestehenden Praxishilfen.

Der Leitfaden richtet sich sowohl an Gemeinden, die neu ein IKS einführen als auch an Gemeinden, die ihr bestehendes IKS ergänzen möchten. Die Dokumentation begleitet die Gemeinderäte und Verwaltungskader dabei bereits bei der Vorbereitung des Projektstarts, beim Start selbst als auch bei der Projekteinführung und dem -abschluss. Ein erstes Kapitel widmet sich den übergeordneten Instrumenten wie beispielsweise dem Liquiditätsmanagement, der Aufgaben- und Finanzplanung oder dem Verzeichnis der aktuellen Versicherungen, die allesamt regelmässig nachzuführen sind. Ein zweiter Schwerpunkt befasst sich mit den übergeordneten IT-Instrumenten. Dazu gehören zum Beispiel der Datenschutz, die Sicherstellung einer wirksamen Cyber-Security oder adäquate und aktuelle Regelungen der Zugriffsberechtigungen. Der dritte Teil ist den Schlüsselprozessen und der Sicherstellung wirksamer Kontrollen gewidmet. So sind beispielsweise Kontrollen bei Prozessen wie dem Inkasso von Steuerforderungen, für das Vermeiden von Deckungslücken bei Versicherungen oder aber zur Sicherstellung, dass alle steuerpflichtigen Personen im Steuerregister verzeichnet sind, sehr wichtig. Die Empfehlungen für die vierte Phase nach dem Projektabschluss regelt die Dokumentation des IKS und Massnahmen, um die ständige Aktualisierung der Dokumentation zu sichern.

Das Aargauer Gemeindegesetz schreibt vor, dass der Gemeinderat in der Gemeinde für die Regelung der internen Kontrolle zuständig ist. Zudem ist zu erwarten, dass nach der Totalrevision des Gemeindegesetzes strengere gesetzliche Vorgaben zum IKS gelten werden. Um diese Kontrollen systematisch zu regeln, haben bereits etliche Gemeinden im Aargau ein internes Kontrollsystem IKS eingeführt. Ein IKS bildet die Grundlage, um die Risiken einer Gemeinde systematisch zu erkennen und zu beurteilen. Gestützt auf diese Erkenntnisse können mit geeigneten organisatorischen Massnahmen, angepassten Führungs- und Steuerungsinstrumenten und gezielten Eigenkontrollen Risiken minimiert und eliminiert werden. So können präventiv finanzielle Verluste vermieden und Reputationsschäden verhindert werden.

Link zum Download der Unterlagen:
Risikomanagement und IKS - Kanton Aargau

 

Beschleunigung von Baubewilligungsverfahren: Beitrag in der "Aargauer Wirtschaft"

Das Departement Bau, Verkehr und Umwelt hat im Mai 2025 einen ersten Runden Tisch "Beschleunigung von Bewilligungsverfahren" organisiert. In der aktuellen Ausgabe der AGV-Zeitschrift "Aargauer Wirtschaft" ist nun ein entsprechender Beitrag erschienen. Unter dem Titel "Eine Verbundaufgabe und ein gemeinsames Ziel" geht Maurus Büsser, Generalsekretär BVU, auf das am Runden Tisch und an Nachfolgeveranstaltungen behandelte Thema ein.

Beitrag in der AGV-Zeitschrift, Oktober 2025 [pdf, 97 KB]

 

Stellenmarkt auf gemeinden-ag.ch: Stellengesuche auch für temporäre Einsätze

Wusstet ihr, dass auf unserer Plattform www.gemeinden-ag.ch in der Rubrik "Stellengesuche" nicht nur reguläre Arbeitsgesuche, sondern auch Inserate für temporäre Einsätze, sogenannte Springereinsätze, veröffentlicht werden können? Gemeinden, die kurzfristig personelle Unterstützung suchen, finden dort geeignete Fachpersonen für befristete oder flexible Arbeitseinsätze. Ebenso können Gemeinden mit freien personellen Ressourcen ihre Unterstützung für externe Aufgaben anbieten, etwa für Vertretungen oder administrative Unterstützung in anderen Gemeinden.

Nutzt die Rubrik Stellengesuche um

  • Springereinsätze zu veröffentlichen oder anzubieten, und
  • freie Kapazitäten in eurer Verwaltung sichtbar zu machen.

So tragen wir gemeinsam zu einer effizienten Zusammenarbeit und gegenseitigen Unterstützung zwischen den Aargauer Gemeinden bei.

 

Seminare für Gemeindeschreiber:innen: Bilde dich weiter

Basiswissen Einwohnerdienste

Fachlich kompetentes Schalterpersonal in den Einwohnerdiensten ist das A und O jeder kundenorientierten Gemeindeverwaltung. Im vorliegenden Seminar wird das Basiswissen im Bereich Einwohnerdienste vermittelt. Das Seminar eignet sich für Neu- und Wiedereinsteigende oder für solche, die ihr Wissen auffrischen möchten. Hier geht es zu den Details und zur Anmeldung für den Kurs.

Weitere Kurse und Seminare findet ihr auf der Website der ipm.

 

Modulseminare für neugewählte Gemeinderatsmitglieder Amtsperiode 2026-2029

Im Hinblick auf die kommunalen Erneuerungswahlen bietet die ipm GmbH verschiedene Modulseminare für die neugewählten Gemeinderätinnen und Gemeinderäte [pdf, 124 KB] an. Die entsprechenden Ausschreibungen und die jeweiligen Modulseminare sind auf der Website der ipm aufgeschaltet. Bitte informiert euren Gemeinderat über dieses Angebot.

 

Smart Service Portal

E-ID: Die Schweiz sagt Ja - Chance für die digitalen Gemeinden

Am 28. September 2025 hat die Schweizer Stimmbevölkerung der staatlichen e-ID zugestimmt. Mit dem knappen Ja erhält die Schweiz einen offiziellen, datensicheren, digitalen Identitätsnachweis - ausgestellt und betrieben vom Bund. Die e-ID ist freiwillig, kostenlos und ermöglicht Einwohnerinnen und Einwohnern, sich künftig sicher online gegenüber Behörden und Dienstleistern auszuweisen. Für Gemeinden eröffnet sich damit eine neue Etappe der digitalen Verwaltung. Wer Online-Dienste wie Wohnsitzbescheinigung, Betreibungsregisterauszug oder Terminbuchungen anbietet, wird die e-ID künftig als Identifikationsmittel akzeptieren müssen. Gleichzeitig bringt sie grosse Chancen: Prozesse können medienbruchfrei, sicher und nutzerfreundlich gestaltet werden - ohne eigene Login-Infrastruktur. Der Bund arbeitet derzeit an der Verordnung zur Umsetzung - der Start ist für das 4. Quartal 2026 geplant. Die e-ID ist ein wichtiger Schritt hin zu einer modernen, vertrauenswürdigen, digitalen Schweiz - und Gemeinden stehen dabei im Zentrum. Gemeinden sollten sich schon jetzt vorbereiten: Prüfen Sie Ihre Fachanwendungen auf e-ID-Kompatibilität, aktualisieren Sie Datenschutzdokumente und definieren Sie, welche Services zuerst angebunden werden sollen.